|
Einführung in die Fahrt
Am Samstag 9. Juli 2005 wurden wir - Ralf Modemann und ich, beide Mitglieder des ‘Kanu Sport Club Hannover’ - von Ralfs Schwiegervater zum Start der ‘ICF Elbefahrt 2005’ nach Dresden gebracht.
Dort bauten wir gemeinsam mit etwa 120 Paddlern aus ganz Deutschland, sowie Teilnehmern aus Belgien, Kanada, England und Spanien auf dem Gelände des ‘Verein Kanusport Dresden’ unsere Zelte auf (bevor ich’s vergesse: Sofern jemand Interesse an dem einen oder anderen der nach- folgenden Bilder hat: Die mit ... / ewh gekenn- zeichneten sind von mir und die mit ... / RM versehenen stammen von Ralf. Ich leite Anfragen gern an Ralf weiter. Meine E-Mail Adresse siehe Kontakt).
Am Sonntag 10. Juli starteten alle ICF Teilnehmer in Schmilka, kurz vor der Grenze zu Tschechien, und fuhren die erste Etappe Elbabwärts bis zum 44 km entfernten Dresden. Die Elbe hatte leichtes Hochwasser, war für einige unerwartet schnell und zeigte einem Kameraden gleich, dass mit ihr nicht zu spaßen ist. Die Strömung drückte ihn direkt gegen den Bootsanleger. Die erste ‘Notwasserung’ ging glücklicher Weise ohne Personenschaden aus. Nun waren alle gewarnt und es gab im Verlaufe der gesamten Reise nur noch zwei weitere Kenterungen und das bei 120 Teilnehmern und einer Strecke von ca. 650 km - tolle Leistung!
Der Fluss zeigte uns auf der Strecke alles, was er zu bieten hat. Links und rechts wunderschöne Natur. Städte, die obwohl im Krieg zerstört, schon wieder ihren Zauber verbreiten und solche, die durch sehr gefühlvolle Restaurierung immer wieder aufzeigen, wie sehr es sich lohnt, Geschichte zu bewahren. Mit den vielen Gesichtern, die sie selbst haben kann, zeigte uns die Elbe immer wieder, “Hallo, passt lieber auf, ich bin kein kleiner Heidefluss!!”
Am 29. Juli kamen alle Teilnehmer wohlbehalten in Hamburg beim ‘Alster Canoe Club’ an. Eine Fahrt, die in ihrer Art in Europa sicher nicht überboten wird, war zu Ende.
Es gibt nur einen Grund, der mich zögern lassen könnte, die Tour noch einmal zu machen: Der Zweifel, ob ich beim nächsten Mal am Ende wieder so begeistert sein werde? Zeigt sich die Natur wieder von ihrer schönsten Seite? Wird es wieder 120 Teilnehmer geben, die sich so wunderbar ergänzen, auch bei größter Enge nicht die Geduld verlieren und nur gute Stimmung verbreiten? Wird es wieder eine Fahrtenleitung geben, die den Individualisten maximale Freiheit gibt und trotzdem alles im Griff hat? Wird man uns wieder ausnahmslos bei allen Kanuclubs so freundlich aufnehmen, uns mit leckeren Speisen verwöhnen? Hat Petrus wieder so gute Laune und schenkt uns nur max. 2 Tage Regen? Eigentlich kann es nie wieder so sein ... aber ich werde es wohl doch noch mal versuchen! Ich hab bestimmt noch mal Glück!
DANKE an alle, die geholfen haben, dass die Fahrt zu einem solchen Erlebnis wurde! Danke an dieser Stelle auch noch einmal an Ralfs Schwiegervater für den unkomplizierten ‘An- und Abtransport’!
|